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Grüne Wirtschaft

Green economy

Eine Entwicklung in Richtung klimaverträgliche Wirtschaft soll kohlenstoffarm, ressourceneffizient und sozial gerecht sein. Das ist das Konzept der "Grünen Wirtschaft".
Es gilt staatliche und private Investitionen anzukurbeln, welche die Energie- und Ressourceneffizienz fördern, Emissionen und Verschmutzung reduzieren sowie die Umweltressourcen erhalten.
 Umweltprogramm der Vereinten Nationen: "Green Economy Initiative" 

Strategie des Bundesrats

Am Nachhaltigkeitsgipfel von Rio de Janeiro erneuerten die UNO-Mitgliedländer mit der Annahme eines Abschlussdokuments das Engagement für die Nachhaltige Entwicklung. Bundesrätin Doris Leuthard vertrat dabei die Schweiz. Mit dem Beschluss von Rio wurde erstmals die Grüne Wirtschaft auf die weltpolitische Agenda gesetzt. Das Schlussdokument enthält gewisse Fortschritte wie die Schaffung von Zielen für eine Nachhaltige Entwicklung, wird den Herausforderung aber nicht in allen Belangen gerecht.
Medienmitteilung

Anfang 2012 verabschiedete der Bundesrat die neue Strategie „Nachhaltige Entwicklung“. Sie zeigt die politischen Pläne des Bundesrats für das zentrale Thema «Grüne Wirtschaft» auf. Diese Ausrichtung wird auch in der Entwicklungszusammenarbeit verstärkt.
Medienmitteilung

UNO-Konferenz Rio+20 und das Engagement der DEZA

Rio+20

Die Konferenz der Vereinten Nationen über Nachhaltige Entwicklung (Rio+20) findet vom 20. bis 22. Juni 2012 in Rio de Janeiro statt. Sie will das politische Engagement für eine nachhaltige Entwicklung erneuern und setzt zwei inhaltliche Schwerpunkte:

  1. Die Grüne Wirtschaft (Green Economy) stärken - im Kontext der nachhaltigen Entwicklung und der Armutsreduktion
  2. Die institutionellen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung verbessern

Zahlreiche Herausforderungen
Was sind nachhaltige Lösungen für die Armuts- und Entwicklungsprobleme? Welche institutionellen Veränderungen sind nötig, um die internationale Entwicklungs- und Umweltpolitik zukunftsorientiert zu gestalten? Rio+20 bietet Gelegenheit, die internationale Umwelt- und Entwicklungspolitik neu auszurichten.

Das starke Bevölkerungswachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern, der steigende Energiebedarf sowie der wachsende Druck auf natürliche Ressourcen erfordern ein neues umfassendes Denken im Umgang mit wirtschaftlichem Wachstum.

56 Empfehlungen
Im Hinblick auf die Rio+20-Konferenz hat das vom UNO-Generalsekretär eingesetzte hochrangige Panel für globale Nachhaltigkeit Empfehlungen erarbeitet, wie eine wahrhaft nachhaltige Entwicklung erreicht werden kann: durch eine wachsende Wirtschaft, die Armut und soziale Ungleichheiten verringert und die natürlichen Grenzen unseres Planeten respektiert. Das Panel, dem auch alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey angehörte, legte seinen Schlussbericht mit insgesamt 56 Empfehlungen Anfang 2012 vor.

Schweiz setzt sich für konkrete Ziele und Fahrplan für eine Grüne Wirtschaft ein
In den vorgängigen Verhandlungen wird sich die Schweiz gemäss dem Mandat des Bundesrats dafür einsetzen, dass sich die internationale Gemeinschaft an der Rio+20-Konferenz auf konkrete Ziele, Massnahmen und einen Fahrplan für eine Grüne Wirtschaft einigt. Dazu gehören unter anderem nationale Aktionspläne, die auf die Bedürfnisse, Prioritäten und politischen Prozesse der Länder Rücksicht nehmen und mit Armutsbekämpfungsstrategien im Einklang stehen. Die Schweiz befürwortet ferner die Schaffung eines Globalen Nachhaltigkeitsrats, der direkt der UNO-Generalversammlung unterstellt ist, sowie die Festlegung messbarer Nachhaltigkeitsziele.

Konkretes Engagement der DEZA in fünf Tätigkeitsfeldern
Die nachhaltige Entwicklung ist für die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit ein zentraler Orientierungsrahmen. Im Hinblick auf den Beitrag der Schweiz zu einer entwicklungsfördernden, umweltschonenden und sozialverträglichen Globalisierung engagiert sich die DEZA namentlich in fünf Tätigkeitsfeldern:

  1. Ernährungssicherheit: kleinbäuerliche und nachhaltige Landwirtschaft stärken
  2. Wasser: länderübergreifende Lösungen anstreben
  3. Klima: kohlenstoffarmes Wachstum fördern
  4. Prävention: das Ausmass von Katastrophen reduzieren
  5. Berge: Bergbewohner stärken und ihre Lebensräume schützen

Weiterführende Informationen und Dokumente