Der Auftrag der Entwicklungszusammenarbeit im Süden
Die Entwicklungszusammenarbeit hilft, Armut zu bekämpfen, und geht damit eine Hauptursache von Bevölkerungswachstum, Umweltzerstörung und Migration an. Durch die Förderung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit trägt sie zu Frieden und Stabilität bei und damit zur Erhöhung der weltweiten Sicherheit.
Angesichts des durch die Globalisierung verstärkten Auseinanderdriftens von Reich und Arm ist die Entwicklungszusammenarbeit auch ein immer wichtigerer Ausdruck der Solidarität mit den Ärmsten und Armen in der Welt.
Die Ziele der regionalen Entwicklungszusammenarbeit
Die Ziele der internationalen Zusammenarbeit mit den Ländern des Südens werden in mittelfristigen Kooperationsstrategien
(5 Jahre) festgelegt. Zu den Zielen zählen folgende Punkte:
Wahrung und Förderung von Frieden und Sicherheit, Förderung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaat:
- Förderung der «guten Regierungsführung»
- Förderung von Menschenrechten, Rechtsstaat und demokratischen Prozessen durch effektive Massnahmen
- Sichtbarmachung von Zielkonflikten
- Internationale Ausgestaltung der Rechtshilfe
- Reduktion von unverhältnismässigen Militärausgaben in Entwicklungsländern
- Frieden schaffen und sichern.
Förderung der Wohlfahrt:
- Verbesserung der Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Wachstum der Entwicklungsländer
- Förderung des nichtstaatlichen Sektors in den Entwicklungsländern
- Erleichterung des Zugangs für Produkte aus den Entwicklungsländern auf die Märkte des Nordens
Erhöhung der sozialen Gerechtigkeit:
- Bekämpfung der Armut und Förderung der sozialen Gerechtigkeit
- Reduktion des Bevölkerungswachstums
- Förderung einer kohärenten und international koordinierten humanitären Hilfe
Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen:
- In der Schweiz auf ein nachhaltiges Entwicklungsmodell hinarbeiten
- Der nachhaltigen Entwicklung international zum Durchbruch verhelfen
- Umwelt-, Handels- und Entwicklungspolitik in Einklang bringen
- Wirtschafts-, Handels-, Aussen- und Entwicklungspolitik multilateral möglichst kohärent gestalten
Umsetzung
Die Durchführung obliegt je nach Verfügbarkeit der erforderlichen Fachkompetenz entweder der DEZA selbst, schweizerischen und internationalen bzw. lokalen Hilfswerken, beauftragten Firmen und
Konsulenten oder internationalen Organisationen.
Die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit, welche die Hilfe von einem Partner zu einem anderen darstellt, und die multilaterale Entwicklungszusammenarbeit ergänzen sich gegenseitig.
Angesichts der globalen Herausforderungen bleibt sie ein wichtiges Instrument der Interessenwahrung und eine Investition in die langfristige Existenzsicherung der Schweiz.