
Die Jahreskonferenz der Schweizer Ostzusammenarbeit von DEZA und SECO hat mögliche Lösungen und Ansätze aufgezeigt, wie der Zugang zu Wasser in Osteuropa geschaffen wird und welche Rolle die Schweiz dabei einnimmt. Die Konferenz fand am 25.11.2011 in Neuchâtel statt.
Gemeinschaft Unabhängiger Staaten GUS
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Förderung der politischen und wirtschaftlichen Stabilität
Mit dem Zerfall der Sowjetunion zerbrach eine grossflächige integrierte Wirtschaftsstruktur. Administrative Grenzen wurden zu Landesgrenzen, was zu einer Verlangsamung oder gar zu einer Unterbrechung des sozialen und wirtschaftlichen Austausches führte. Die Bildung neuer nationaler Identitäten löste in einigen Ländern interne oder grenzüberschreitende Konflikte aus. Stagnation war die Folge. Diese äusserte sich in einem teilweisen Ausfall des Produktionsapparates, einer Deindustrialisierung, eines starken Anstiegs der Arbeitslosigkeit und Armut und in einigen Fällen einem Identitätsverlust. Während eine schmale Elite vom oft räuberischen Privatisierungsprozess profitierte, musste die Mehrheit der Bevölkerung mit beträchtlichen Wohlstandseinbussen leben. Der Abbau der staatlichen Dienstleistungen in Schlüsselsektoren wie Gesundheit, Bildung und Wasser erschwerte ihre Situation zusätzlich und hatte – nebst anderen Krisenfaktoren – einen demographischen Rückgang in den meisten Ländern zur Folge.
Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt in dieser Region verschiedene Länder. Dabei geht es hauptsächlich um folgende Ziele: Ausarbeitung neuer Sozial- und Wirtschaftspolitiken, um in diesen Ländern eine gewisse Stabilität zu garantieren, Einbindung in die internationalen Märkte, Armutsbekämpfung, Förderung des Rechtsstaats und der Demokratie.
Die Zusammenarbeitsprogramme mit den Ländern der Region (GUS) unterstützen nachhaltige und gerechte Prozesse im Bereich der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Transition. Sie versuchen gleichzeitig, die negativen Auswirkungen der Transition einzudämmen und die Lebensbedingungen, namentlich der ärmsten Bevölkerungsgruppen, zu verbessern. Langfristig strebt die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit eine neue Aufgabenteilung zwischen Staat, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft an, die als Grundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung dient. Sie arbeitet mit Partnerregierungen, Akteuren der Zivilgesellschaft sowie anderen bilateralen und multilateralen Gebern zusammen. Sie stärkt die Kapazitäten der lokalen Akteure, insbesondere im institutionellen Bereich, und unterstützt Programme, die den Zugang der Bevölkerung zu qualitativ guten Dienstleistungen ermöglicht, insbesondere im Bereich Wasser, Gesundheit und Justiz.
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in dieser Region. |
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