Südafrika und Südliches Afrika
Website der DEZA in Südafrika und Südliches Afrika: www.swiss-cooperation.admin.ch/southernafrica/
Das Regionalprogramm Südliches Afrika der DEZA leistet einen Beitrag zur Armutsbekämpfung, zur ländlichen Entwicklung und zur Konfliktprävention in Südafrika und den Mitgliedstaaten der «Southern African Development Community» (SADC). Herausforderungen wie gute Regierungsführung, HIV/Aids und die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen werden durch einen regionalen Ansatz in Angriff genommen. Nach dem Ende der Apartheid hat die DEZA das Spezialprogramm Südafrika lanciert, um einen Beitrag an einen möglichst gewaltlosen Übergang mit wenigen sozialen Spannungen zu leisten. Das Spezialprogramm war zeitlich bis 2004 begrenzt, deckte also die ersten zehn Jahre der Übergangszeit ab. In der Folge wurde es in ein Regionalprogramm «Südliches Afrika» umgewandelt, das eine Südafrika-Komponente beibehält. Zu den Programmschwerpunkten gehören Gouvernanz, HIV/Aids und Ernährungssicherheit. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) unterstützt die Entwicklung von Klein- und Mittelbetrieben. Das Regionalprogramm Südliches Afrika unterstützt die regionale Integrationsstrategie der SADC (Entwicklungsgemeinschaft Südliches Afrika), wobei der Schwerpunkt auf Armutsreduktion und sozialer Gerechtigkeit liegt. Dieser Gemeinschaft gehören 15 Staaten mit rund 200 Millionen Einwohnern an, wovon etwa 70% unter der Armutsgrenze leben: Angola, Botswana, DR Kongo, Lesotho, Madagaskar, Mosambik, Malawi, Mauritius, Namibia, Tansania, Sambia, Südafrika, Swasiland, Simbabwe und Seychellen.Mosambik und Tansania sind Schwerpunktländer der DEZA. In Madagaskar wird ein Spezialprogramm umgesetzt. Angola und Simbabwe erhalten humanitäre Unterstützung. Die Demokratische Republik Kongo ist Teil des DEZA-Programms «Grosse Seen». Die Schweiz unterstützt innerhalb des Regionalprogramms weiterhin auch bilaterale Projekte in Südafrika, u.a. zu Themen wie Jugendarbeitslosigkeit und Klimawandel. |
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| Internationale Zusammenarbeit der Schweiz | 2011 |
2012 |
2013* |
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| DEZA | |||
| Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit | 26.09 | 30.77 | 29.00 |
| Humanitäre Hilfe | 7.41 | 7.92 | – |
| Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) | |||
| Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | 2.84 | 4.36 | 4.64 |
| Total DEZA/SECO | 36.34 | 43.05 | 33.64 |
| Andere Bundesämter | |||
| Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA | 0.04 | 0.04 | 0.10 |
| Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) | 0.04 | 0.10 | 0.10 |
| Total andere Bundesämter | 0.08 | 0.14 | 0.20 |
| Kantone und Gemeinden | 0.56 | .. | .. |
| Total | 36.98 | 43.19 | 33.84 |
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an NGOs
.. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF
Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte
Seit dem Ende des Apartheidregimes beteiligt sich die DEZA an einem Kooperationsprogramm mit Südafrika. Mit dem neuen Regionalprogramm «Südliches Afrika» wird der Akzent auf regionale Prioritäten verlagert. Die DEZA folgt damit dem Trend, der in der SADC-Region und in Südafrika selbst zu beobachten ist: Sowohl die betroffenen Länder als auch die Gebergemeinde setzen vermehrt auf regionale Zusammenarbeit. Den Rahmen für das Engagement der DEZA bildet die Botschaft des Schweizer Parlaments, in der die DEZA ihre Aktivitäten auf fünf thematische Schwerpunkte fokussiert: Konfliktprävention und ‑transformation, gute Regierungsführung, Einkommensförderung und Beschäftigung, Verbesserung der sozialen Gerechtigkeit und nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen.
Mehrere Vorteile sprechen für einen regionalen Ansatz:
- Es werden positive und lehrreiche Erfahrungen aus Programmen der Schweizer Zusammenarbeit in Südafrika, Mosambik, Tansania und aus anderen regionalen Initiativen genutzt.
- Die DEZA kann bei der Stärkung der öffentlichen und privaten Partner in der Region als Wegbereiter und Förderer wirken.
- Die bestehenden Netzwerke der Zivilgesellschaft und der Regierungsorganisationen können ihren Beitrag zur gemeinsamen Lösung regionaler Probleme für ausgewählte grenzüberschreitende Themen leisten (HIV/Aids, Gouvernanz, Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen).
- Südafrikas regionale Führungsrolle, die personellen Ressourcen des Landes sowie Südafrika als wichtigster Partner der Schweiz in Afrika südlich der Sahara begünstigen das Regionalprogramm.
Eckpfeiler des Regionalprogramms sind folgende drei Bereiche der Zusammenarbeit (wobei Südafrika weiterhin eine wichtige Komponente ist):
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Gute Regierungsführung |
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Dieses Ziel lässt sich durch folgende Mittel umsetzen:
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HIV/AIDS |
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Dieses Ziel lässt sich durch folgende Mittel umsetzen:
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Ländliche Entwicklung |
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Dieses Ziel lässt sich durch folgende Massnahmen erreichen:
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Die Südafrika-Komponente |
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Die Zusammenarbeit mit Südafrika steht im Zeichen der Beendigung des DEZA-Spezialprogramms (Ende 2004) und des Übergangs zum Regionalprogramm Südliches Afrika, das eine Südafrika-Komponente beinhaltet. Wichtig sind dabei folgende Punkte:
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Folgende Querschnittthemen werden in allen Bereichen des Regionalprogramms berücksichtigt:
- HIV/Aids: Diese Problematik fliesst in alle Bereiche des Regionalprogramms Südliches Afrika ein. Die Grundlage bilden die Erfahrungen und die gute Praxis der DEZA und anderer
Organisationen sowie die Berücksichtigung von Ursachen und Wirkungen der Epidemie. Ziel ist es, einen Beitrag zur Eindämmung der Epidemie und zur Linderung der Auswirkungen von HIV/Aids zu
leisten.
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Im Zentrum der Gleichstellungsproblematik stehen Mainstreaming, die Stärkung der Kapazitäten bei Partnern und Unterstützung beim Sammeln von geschlechterspezifischen Daten.
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Kultur wird als wichtige Entwicklungsdimension erachtet. Spezifische kulturelle Aktivitäten werden in Südafrika, Mosambik, Tansania und Madagaskar finanziert.
Das Regionalprogramm wird vom Schweizer Kooperationsbüro Pretoria geleitet. Unterstützung bietet ein "Netzwerk der Zusammenarbeit" von DEZA-Büros in der Region südliches Afrika. Das Büro in Pretoria übernimmt die Leitung des Netzwerks und arbeitet eng mit Maputo (Mosambik) und Dar Es Salaam (Tansania) zusammen, die sich ebenfalls für einen politischen Dialog, Evaluationen und Beratungen mit potenziellen regionalen Partner in ihren Ländern einsetzen.
Humanitäre Hilfe: Prioritäten
Ernährungsunsicherheit, hohe HIV/Aids-Prävalenz und ungenügende staatliche Leistungen prägen nach wie vor die humanitäre Situation im südlichen Afrika, vor allem in Simbabwe. Die Humanitäre Hilfe des Bundes unterstützt hier Projekte zur Verbesserung der Nahrungssicherheit verwundbarer Bevölkerungsgruppen und zur Bekämpfung von HIV/Aids.
Die Anstrengungen konzentrieren sich in erster Linie auf Simbabwe, wo sich die humanitäre Lage seit einigen Jahren dramatisch verschärft hat, was folgende Zahlen beweisen:
- Gegenwärtig ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der Nahrungsmittelhilfe abhängig;
- 94 % der Simbabwerinnen und Simbabwer sind arbeitslos;
- Die Lebenserwartung beträgt knapp 40 Jahre;
- Es gibt eine Million Aids-Waisen.
Die Schweiz unterstützt die Bevölkerung Simbabwes mit Nahrungsmittelnothilfe, die durch das Welternährungsprogramm (WFP) und durch NGO verteilt wird. Sie hat auch Sachverständige nach Simbabwe entsandt und finanziert dort die Lieferung von Saatgut und Düngmittel an Kleinbauern, um einen Beitrag zur Ankurbelung der Nahrungsmittelproduktion zu leisten.
Im Gesundheitssektor unterstützt die humanitäre Hilfe Schweizer NGO (Solidarmed, Swiss Aids Care International), die antiretrovirale Therapien für HIV-positive Menschen bereitstellen, die in den armen Vierteln der Hauptstadt Harare und auf dem Land leben. Zu den Aufgaben der von der Schweiz unterstützten Programme gehört zudem die Ausbildung von Gesundheitspersonal in den abgelegenen Gebieten des Landes. Es soll sichergestellt werden, dass alle Zugang zu einer antiretroviralen Behandlung haben, wenn sie eine solche brauchen.
Die ärmsten Regionen des Landes werden auch immer wieder von Choleraepidemien heimgesucht. Zwischen August 2008 und Februar 2009 wurden rund 90 000 Personen angesteckt, wobei mehr als 4000 an den Folgen der Krankheit starben. Die Humanitäre Hilfe der Schweiz stellte UNICEF und der Internationalen Migrationsorganisation (IMO) Expertinnen und Experten zur Verfügung, die damit beauftragt wurden, das Trinkwasser zu testen und Notmassnahmen zur Eindämmung der epidemischen Auswirkungen vorzuschlagen. Im Bereich Brunnenbau stellt die Humanitäre Hilfe des Bundes der IMO einen Angehörigen des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) zur Verfügung und unterstützt das Projekt mit einem finanziellen Beitrag. Im Vordergrund steht die nachhaltige Verbesserung der Trinkwasserqualität und des Wasserzugangs in den ländlichen Gebieten, die 2008/09 von der Cholera heimgesucht wurden.
Das humanitäre Programm in Angola wurde Ende 2006 abgeschlossen. Die DEZA unterhält in Luanda ein Büro für die Umsetzung des «Sozialen und humanitären Programms Schweiz-Angola», das auf einem bilateralen Abkommen zwischen den beiden Ländern beruht. Im Vordergrund steht die Rücküberweisung von Geldern der Republik Angola, die in der Schweiz blockiert waren. Zu den Schwerpunkten des Programms, das über ein Budget von 21 Millionen US-Dollar verfügt, gehören die Berufsbildung im Landwirtschaftssektor und die Kapazitätsbildung im Bereich der Minenräumung.
Hintergrundinformationen
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Südafrika
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Simbabwe
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Kontaktadresse der DEZA vor Ort:
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Südafrika und Südliches Afrika (Pretoria) |
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Swiss Agency for Developement and Cooperation (SDC) |
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| Telefon | +27 12 366 9400 |
| Fax | +27 12 362 2971 |
| pretoria@sdc.net | |
| Website | www.swiss-cooperation.admin.ch/southernafrica/ |
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land. |
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