
Erwerbstätigkeit im Westbalkan: Herausforderungen einer jungen Marktwirtschaft
Rückblick auf die Konferenz: Filme, Reden, Videoausschnitte, Fotogalerie und Medienmitteilung.
Mazedonien
Website der DEZA in Mazedonien: www.swiss-cooperation.admin.ch/macedonia/
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Mazedonien hat auf dem Weg zur europäischen Integration, trotz relativer Stabilität und gewissem Aufschwung, noch verschiedene Herausforderungen zu bewältigen. Die Schweiz unterstützt die Nation bei der Transition zu einem demokratischen Staat mit sozialverträglicher Marktwirtschaft. Die Republik Mazedonien blickt erst auf eine kurze Geschichte der Unabhängigkeit zurück. Das Land ist noch in der Entwicklung von Strukturen und einer nationalen Identität begriffen. Als Grundlage
für die Regierungsagenda, insbesondere in den Bereichen Minderheitenrechte und Dezentralisierung, dient das Abkommen von Ohrid (2001), das dem gewalttätigen Konflikt um die Rechte der albanischen
Minderheit ein Ende setzte. Zentral in der Zusammenarbeit der Schweiz mit Mazedonien ist die Unterstützung der Reformprozesse in den Bereichen Dezentralisierung, Wirtschaft, Wasserversorgung sowie
Naturschutz. |
| Internationale Zusammenarbeit der Schweiz | 2011 |
2012 |
2013* |
|---|---|---|---|
| DEZA | |||
| Zusammenarbeit mit Osteuropa und der GUS | 5.97 | 5.10 | 7.20 |
| Humanitäre Hilfe | – | – | – |
| Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) | |||
| Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | 0.44 | 0.79 | 3.96 |
| Total DEZA/SECO | 6.41 | 5.89 | 11.16 |
| Andere Bundesämter | |||
| Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA | 0.08 | 0.12 | – |
| Eidg. Dep. für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) | 0.06 | 0.03 | – |
| Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) | 0.18 | 0.22 | 0.22 |
| Total andere Bundesämter | 0.32 | 0.37 | 0.22 |
| Total | 6.73 | 6.26 | 11.38 |
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an NGOs
– = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF
Ostzusammenarbeit: Schwerpunkte
Die Transitionszusammenarbeit der DEZA stützt sich auf die mazedonischen Entwicklungsprioritäten und konzentriert sich dabei auf wenige, relevante Interventionsbereiche:
- Demokratische Regierungsführung und Dezentralisierung – Bürgerinnen und Bürger machen Politik Durch die Förderung demokratischer Institutionen auf lokaler und nationaler Ebene wird Mazedoniens Demokratie gestärkt. Seit 2004 unterstützt die DEZA zusammen mit dem nationalen Gemeindeverband ZELS den Dezentralisierungsprozess in Mazedonien, der alle Gemeinden angemessen einbezieht und zu einer ausgeglichenen lokalen und regionalen Entwicklung führen soll. Von 2009 - 2012 wurden beispielsweise in rund der Hälfte der mazedonischen Gemeinden sogenannte „Gemeindeforen“ eingeführt, in denen Bürgerinnen und Bürger ihre Interessen einbringen können. Zukünftig sollen lokale Behörden vermehrt dabei unterstützt werden, effizient, verantwortlich und transparent Dienstleistungen für die Bevölkerung zu erbringen. Weiter ist die Stärkung von Zivilgesellschaftsorganisationen ein wichtiges Element, um die Demokratisierung des Landes voran zu bringen.
- Wasser – Gemeinden nutzen natürliche Ressourcen nachhaltig Im Wassersektor ist die Transition vom alten sozialistischen Wasserbewirtschaftungssystem zu einem verbrauchsgerechten und umweltfreundlichen System noch nicht vollzogen. Mazedonien wird daher in seinen Bemühungen unterstützt, internationale Standards in den Bereichen Wasser und Umweltschutz zu erreichen. Konkret fördert die Schweiz die Einführung einer neuen, auf Nachhaltigkeit ausgelegten Wassergesetzgebung und die Erweiterung der Trink- und Abwasserversorgung in ausgewählten Gemeinden. DEZA und SECO Projekte ermöglichten eine Reduzierung der Verschmutzung der Flüsse Drin, Golema und Vardar. Mit dem Ziel eines nachhaltigen Schutzes der Umwelt wurden entsprechende Sensibilisierungsmassnahmen an mazedonischen Schulen eingeführt.
- Wirtschaftliche Entwicklung – Arbeitslos, jung, weiblich Mazedonien ist von hoher Arbeitslosigkeit (2012: 32%, Jugendarbeitslosigkeit 46%) betroffen. Die ökonomische Entwicklung des Landes ist daher eine neue Priorität der schweizerischen Zusammenarbeit. Ziel ist eine funktionierende Marktwirtschaft, die Stellen und Wachstum schafft. Dazu unterstützt die Schweiz Reformen im Bereich Wirtschaft und stärkt lokale kleine und mittlere Unternehmen bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen. Auf Arbeitnehmerseite werden in spezifischen Sektoren nachfrageorientierte Ausbildungsangebote zur Jugendbeschäftigung lanciert. Besonders junge Frauen haben in Mazedonien – stärker als in anderen Ländern des Westbalkans – Probleme, eine Beschäftigung zu finden. Daher wird im Bereich ökonomische Teilhabe besonders auf Gleichstellung geachtet.
- Transversale Themen und regionale Zusammenarbeit. Die Themen Regierungsführung (Förderung der Rechenschaftspflicht, Partizipation, Transparenz, Nichtdiskriminierung und Wirksamkeit) sowie Aspekte bezüglich interethnischer Beziehungen und Gleichstellung der Geschlechter erhalten im gesamten Programm besondere Aufmerksamkeit. In Regionalprogrammen (z.B. Programm zur Stärkung des regionalen Dachverbands der nationalen Gemeindeverbände NALAS, Polizeiprogramm, Forschungsprogramm) werden regionsspezifische Probleme durch die Zusammenarbeit der Länder des Westbalkans angegangen und damit die Beziehungen und das Vertrauen unter den Nationen gestärkt.
Mehr als 20 Jahre partnerschaftliche Zusammenarbeit
Mit dem Zerfall Jugoslawiens 1991 wurde Mazedonien zur unabhängigen Nation. Die Schweiz unterstützt das Land seit 1992 im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit und in Form von Beiträgen an internationale Programme. 1996 wurde ein Kooperationsbüro der DEZA in Skopje eröffnet. Von 1996 bis 2008 realisierte die Schweiz im Rahmen der Zusammenarbeit Projekte in den Bereichen Infrastruktur, demokratische Regierungsführung und Wasser. Im Fokus der jüngeren Transitionsunterstützung stehen die Stabilität des multiethnischen Staates und die wirtschaftliche Entwicklung Mazedoniens.
Das SECO unterstützt die Transition Mazedoniens im Rahmen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Dabei liegt der Fokus auf Projekten im Bereich Wasser und Abwasserbewirtschaftung sowie der wirtschaftlichen Entwicklung.
Hintergrundinformationen Mazedonien
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Quelle: World Development Indicators 2013 der Weltbank |
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Landeshintergrundinformation der BBC
Kontaktadresse der DEZA vor Ort:
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Mazedonien (Skopje) |
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Swiss Cooperation Office Macedonia |
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| Telefon | +389 231 03340 |
| Fax | +389 231 03341 |
| skopje@sdc.net | |
| Website | www.swiss-cooperation.admin.ch/macedonia/ |
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land. |
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