Den Teufelskreis der Konflikte durchbrechen
| • | Seit Anfang der 90er-Jahre ist die Zahl der Konflikte aller Art mit Beteiligung einer Regierung von 50 auf 29 gesunken. |
| • | Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der offiziellen Flüchtlinge von 17 auf 10 Millionen zurückgegangen. |
| • | Die Zahl der intern Vertriebenen ist von 3 auf 23 Millionen gestiegen, da sich heute die Mehrzahl der Konflikte innerhalb einzelner Länder abspielt. |
| • | Rund 80% der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder. Sie sind besonders häufig Opfer verschiedenster Formen von Gewalt und namentlich von sexueller Gewalt. |
Konflikte bringen eine unendliche Zahl von Übeln mit sich. Dazu gehören unter vielen anderen der Verfall der Staatsstrukturen, soziale Unsicherheit, ein abrupter Einbruch bei Wachstum und Investitionen, hohe Arbeitslosigkeit, vertriebene Menschen und ein blühender Schwarzhandel. Da diese Probleme häufig weitere Konflikte auslösen, entsteht ein Teufelskreis, den es unbedingt zu durchbrechen gilt.
Weil die Welt ohne friedliches Zusammenleben der Völker keine Zukunft hat, verstärkt die Schweiz ihr Engagement in den Bereichen aktive Prävention von Gewaltkonflikten, Krisenbewältigung und Wiederaufbau.
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Im Fokus der DEZA: Präsenz in humanitären Projekten, die gleichzeitig die Entwicklung
vorantreiben Vor Ort führt die DEZA bei Krisensituationen humanitäre Aktionen sowie längerfristig ausgerichtete Entwicklungsprojekte durch. Die schweizerische Zusammenarbeit verfolgt zwei Ziele: Einerseits sollen die Interessen der Ärmsten wahrgenommen und vorgebracht werden, andererseits sollen schwere Verluste dieser Menschen verhindert oder gemildert werden. Mit nationalen und internationalen Partnern identifiziert und fördert die DEZA das Potenzial geschwächter Gesellschaften mit dem Ziel, einen Beitrag zum Frieden zu leisten. Sie schafft die Voraussetzungen für einen konstruktiven Dialog, indem die Kräfte der Zivilgesellschaft mobilisiert werden, und erhöht so die Chancen auf einen nachhaltigen Frieden. Migration, Gender und Konflikte, bewaffnete Gewalt und menschliche Sicherheit sind Themen im Fokus der DEZA, die dabei mit anderen Bereichen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten zusammenarbeitet, namentlich mit der Politischen Abteilung IV. Im Rahmen dieser gemeinsamen Arbeit werden kohärente Ansätze ausgearbeitet und langfristige Programme und Strategien koordiniert. Die Arbeit der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit in Nepal während des gesamten Verhandlungsprozesses um ein Friedensabkommen ist ein anschauliches Beispiel dafür, welche positiven Impulse aus solchen Synergien hervorgehen können. |
Weiterführende Informationen und Dokumente
DokumenteExterne Links
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SFS - Schweizerische Friedensstiftung
Peace-research institute in the area of conflict analysis and peacebuildinghttp://www.swisspeace.ch -
Geneva Declaration on Armed Violence and Development (2006)
http://www.genevadeclaration.org -
UN Secretary General's Report “In larger freedom” (2005)
http://www.un.org/largerfreedom -
Human Security Report (2005)
http://www.humansecurityreport.info
Artikel und Pressemitteilungen
- Unesco-Bericht 2011: Bewaffnete Konflikte und Bildung – eine unbeachtete Krise
- Konflikt, Sicherheit und Entwicklung: eine neue Sichtweise
- Bessere menschliche Entwicklungsperspektiven durch Verringerung der bewaffneten Gewalt
